placeholder placeholder
Methode

Analoges Prototypisieren

Bei dieser Methode handelt es sich um ein Set von Bausteinen in verschiedenen geometrischen Formen. Die Steine, auch Chips genannt, können dabei so zusammengelegt werden, dass einfache Abläufe abgebildet werden können. Durch die Haptik und Visualisierung können mit einfachen Regeln schneller Ideen vermittelt, Ideen gemeinsam ausgearbeitet und vorbereitet werden, damit diese für eine Entwicklung vorbereitet sind. Ziel ist es auch, für Nicht-Entwickler und Personen ohne Expertenwissen Ideen und Abläufe zu visualisieren und Planen zu können. Die daraus entstehenden Konstruktionen können daraufhin zur Entwicklung genutzt werden.

Ziel der Methode
  • Planung und Visualisierung von Abläufen
  • Brainstorming
  • Darstellung und Dokumentation von Prototyp-Ideen
  • Unterstützung zur Überführung der Realität zu einer programmcode-ähnlichen abstrakten Sprache
Phase
Altersgruppe 6 - 90
Gruppengröße 1 - 6
Sozialform Einzeln, Partnerarbeit, Kleingruppen und Remotearbeit
Dauer Vorbereitung: etwa 5 Minuten

Durchführung: offen

Nachbereitung: etwa 15 Minuten
Material Ablauf-Chips, Stift und Papier, optional Kamera
Sonstiges

Anleitung

Gezieltes Prototypisieren: Diese Variante wird durchgeführt, wenn gezielt Ideen dargestellt werden sollen. Dies kann nach einer Kreativ-Phase oder in Verbindung mit einer anderen Methode eingesetzt werden oder generell, wenn bereits einfache Ideen vorliegen.

Vorbereitung

  1. Alle Chips gut sichtbar auf einem Tisch auslegen oder zumindest verschiede Chip-Arten zusammenlegen.
  2. Die Legende, welche alle Chip-Typen beschreibt, sollte gut sichtbar in der Nähe der Chips liegen, aber nicht im Weg sein.
  3. Stift und Papier (und/oder Post-It) vorbereiten.
  4. Optional: Kamera oder Handys für das Fotografieren der Ergebnisse bereit halten.
  5. Vor dem Start kann es sinnvoll sein, einen beispielhaften Ablauf durchzugehen.

Durchführung

  1. Teilnehmende wählen zwei hexagonale Chips, die Objekte repräsentieren, welche sie miteinander verbinden wollen.
  2. Ein Rauten-Chip mit einem Kontext wird zwischen die Chips gelegt um festzulegen, was mit dem ersten Objekt passieren soll um das zweite Objekt zu beeinflussen.
  3. Ein weiterer Rauten-Chip wird an das zweite Objekt gelegt, um zu definieren, was mit diesem passieren soll.
  4. Ein Start-Chip ("Wenn" oder "Solange") und ein End-Chip an den Beginn und das Ende des Ablaufs legen.
  5. (Optional) Mit den "sonst"-Chips können komplexere "Wenn..., dann... sonst"-Beziehungen gelegt werden. Auf Grund der höheren Komplexität ist diese Option allerdings vor allem für Personen gedacht, die sich schon mehr zutrauen. Sollte das nicht der Fall sein oder es keinen Bedarf dafür geben, dann sollte die Option lieber nicht durchlaufen werden.
  6. Fertige Abläufe sollten mit einem Begleitsatz auf ein Post-It aufgeschrieben werden. Das stellt sicher, dass der Ablauf nicht fehlinterpretiert werden kann. Der Satz sollte in der nähe der Chips positioniert werden.

Das Legen der Chips kann gemeinsam in der Gruppe oder alleine für sich durchgeführt werden.



Nachbereitung

  1. Alle Abläufe werden von der Gruppe nochmal laut gelesen und zusammen diskutiert.
  2. Eventuelle Optimierungen werden gemeinsam vorgenommen.
  3. Entstehen in dieser Phase weitere Ideen, werden diese noch nachträglich gelegt.
  4. Die besten Abläufe bzw. Prototypen werden festgehalten und eventuell fotografiert.
  5. (Optional) Ablauf wird an einen Entwickler weitergereicht.



Anpassungen

Chaotisches-Brainstorming: Diese Variante kann vor allem zum Aufwärmen, zum Kennenlernen der Methode oder einfach zur Unterhaltung eingesetzt werden. Hier werden zufällige Abläufe blind gelegt.