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Methode

Impulskarten

Die Impulskarten sollen, wie der Name schon sagt, Impulse für eine Unterhaltung geben. Dabei entsteht ein Dialog zwischen dem Moderierenden und den Teilnehmenden. Das Ziel ist, durch ein angeregtes Gespräch auf Probleme/ Wünsche/ Bedürfnisse/ Bedarfe zu stoßen. Daraus können dann in weiteren Schritten mit anderen Methoden Lösungen entwickelt werden. Es ist möglich, dass in einem Ausgangsthema eine tieferliegende Thematik entdeckt wird und darauf eingegangen werden kann. Die Impulskarten können auch außerhalb eines Technikentwicklungsprozesses eingesetzt werden. Zum Beispiel als unterstützendes Werkzeug zur Vorbereitung des Hilfeplangesprächs.

Ziel der Methode

Identifizieren der Lebensbereiche, in denen ein Unterstützungsbedarf und Unterstützungswunsch besteht. Konkretisieren, welche Bedarfe und Bedürfnisse bestehen.

Ziel der Methode
Phase Ideenfindung
Altersgruppe 6 - 99
Gruppengröße 1 - 10
Sozialform Einzeln, Partnerarbeit, Kleingruppen
Dauer Vorbereitung: etwa 1 Minuten

Durchführung: offen

Nachbereitung: etwa 10 Minuten
Material INTIA-Impulskarten: INTIA-Alltagskarten + INTIA-Bedürfniskarten
Sonstiges

Anleitung

Vorbereitung

  1. Karten ausdrucken und ausschneiden
  2. Ggf. Vorauswahl der Karten treffen
  • Moderation trifft Vorauswahl der Karten
    • Um Menge zu reduzieren- weniger Komplexität, da weniger Auswahl
    • Um relevante Themen werden fokussiert
    • Irrelevante oder triggernde Themen auszublenden
  • Teilnehmende treffen Vorauswahl
    • Entfernen Themen, die zum Beispiel nicht in der Gruppe angesprochen werden sollen
    • Entfernen Themen, die irrelevant für sie sind



Durchführung

  1. Auswahl der Alltagskarte(n)
  • Jede Person erhält eine zufällige Karte
    • Wird zufällig ausgeteilt / vom Stapel gezogen
    • Karten verdeckt auf Tisch verteilt und gezogen
  • Jede Person sucht sich eine Karte aus (Karten offen auf Tisch ausgelegt)
    • Auswahl aufgrund einer vorher festgelegten Bedürfniskarte oder eigener Fragestellung
  • Pro Runde nutzen alle die selbe Karte
    • Zufällig gezogen durch M oder TN
    • Ausgesucht von M oder TN
  1. Auswahl der Bedürfniskarte
  • Jede Person erhält eine zufällige Karte
    • Wird zufällig ausgeteilt / vom Stapel gezogen
    • Karten verdeckt auf Tisch verteilt und gezogen
  • Jede Person sucht sich eine Karte aus (Karten offen auf Tisch ausgelegt)
    • Auswahl aufgrund einer vorher festgelegten Alltagskarte oder eigener Fragestellung
  • Pro Runde nutzen alle dieselbe Karte
    • Zufällig gezogen durch M oder TN
    • Ausgesucht von M oder TN



Beispiele

1. Start mit Alltagskarten

Die Moderation/ teilnehmende Person zieht eine zufällige Alltagskarte - z. B. "Sport":

A: Moderator stelle eine eigene Frage: Macht ihr gerne Sport? TN1: Ja M: Was denn? TN1: Yoga! M: Interessant! Wo machst du das? In einem Verein? TN1: Nein, mit YouTube Videos. M: Klappt das gut? TN1: Geht so. Manchmal ist das Internet zu lahm, dann lädt das Video nicht und ich muss warten. Das nervt!

→ Thema Internet kann weiter verfolgt werden. M: Habt ihr anderen auch Probleme mit dem Internet?

→ Weiter beim Thema Sport bleiben. M: Was kannst du dann stattdessen machen? Oder macht ihr anderen auch Sport wie TN1?

B. Teilnehmende suchen sich eine für sie passende Impulskarte aus und formulieren einen Satz aus den beiden Karten. Z.B. "Ich will mehr ... Sport ...machen". Oder "Ich würde gerne ... Sport ... machen".

C: Eine Alltagskarte wird zufällig gezogen und alle überlegen, welches Szenario zur Aussage passen könnte.

2. Start mit Bedürfniskarte

Die Moderation/ teilnehmende Person sucht eine Bedürfniskarte aus - z. B. "Ich würde gerne...".

A: Die Moderation/ teilnehmende Person sucht sich eine Alltagskarte dazu aus. Alle können beitragen, ob für sie die Aussage passt oder warum nicht.

B: Alle suchen sich eine Alltagskarte aus, die für sie zum Bedürfnis passt und erzählen darüber.

C: Eine Alltagskarte wird zufällig gezogen und alle überlegen, welches Szenario zur Aussage passen könnte.

Hinweise zur Durchführung

Es kann vorkommen, dass die Formulierungen mit "Ich" für die Teilnehmenden unangenehm sind. Da sie sich z.B. nicht als inkompetent sehen/ präsentieren möchten. Dann kann ein hypothetisches "Ich" konstruiert werden. Die Moderation bespricht zu Beginn mit den Teilnehmenden, dass mit "Ich" nicht sie selber gemeint sind. Sondern, dass sie sich in die Situation von jemand anderem hineinversetzen sollen. Z.B. jemand in ihrem Alter, in einer ähnlichen Situation, oder jemand ganz anderes. Was würde dann diese Person von sich sagen? Dies setzt jedoch eine ausreichende Abstraktionsfähigkeit voraus.

Anpassungen

Es gibt leere Karten, die von der Moderation und/ oder den Teilnehmenden selber ausgefüllt werden können.